Eigenfettunterspritzung: Risiken und Komplikationen

Eigenfettunterspritzung

Bei minimal-invasiven Eingriffen, zu denen auch die Eigenfettunterspritzung gehört, sind operationsbedingte Risiken gegenüber größeren Eingriffen deutlich vermindert. Allerdings können auch bei Operationen mit örtlicher Betäubung bestimmte Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. So können bestimmte Personengruppen auf Anästhetika so stark reagieren, dass die physische Abwehrreaktion bis hin zum allergischen Schock gehen kann. Dieser lebensbedrohliche Zustand kann vermieden werden, indem Sie die behandelnden Ärzte über Vorerkrankungen und bekannte Allergien vollständig informieren.

Voruntersuchung

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist eine gründliche Anamnese inklusive gründlicher Allgemeinuntersuchung. Dieser Check-up dient Ihrer Sicherheit, denn mit einer vollständigen Klärung Ihres allgemeinen Gesundheitszustands kann der behandelnde Arzt eine zusätzliche Risikobewertung des Eingriffs vornehmen und Sie noch individueller beraten.

Zu den häufigsten post-operativen Komplikationen nach einer Eigenfettbehandlung gehören Spannungsgefühle an der Operationsstelle. Diese sind teilweise damit zu erklären, dass bei bestimmten Eingriffe leichte Überkorrekturen vorgenommen werden, um die anfänglich starke Reduktion des eingebrachten Materials zu kompensieren. Auch die oberflächlichen und subkutanen Verletzungen können anschwellen oder sind durch Blutergüsse stark sichtbar. Diese Operationsfolgen klingen normalerweise innerhalb kurzer Zeit ohne Probleme ab.

Nachbehandlung

Spätfolgen einer Eigenfettunterspritzung sind die notwendigen Nachbehandlungen und Nachsorge. Auch wenn Eigenfett langlebigere Erfolge hat als andere Füllmaterialien, wachsen nicht alle Fettzellen an der Transplantationsstelle an, sondern werden resorbiert. In manchen Fällen ist es sogar sinnvoll, bereits nach wenigen Wochen oder Monaten die Auffüllungen zu korrigieren und aufzufrischen, weil der Operationserfolg nicht so lange hält, wie das vor dem Eingriff abzusehen war. Nach durchschnittlich zwei bis drei Jahren sind Nachbehandlungen notwendig, die dann wieder mit ähnlichen Risiken behaftet sind wie die Erstoperation. Kleinere Blutungen an den Einstichstellen der Kanülen können dann ebenso auftreten wie Infektionen, Wundheilungsstörungen oder sogar unschöne Narbenbildungen. Sie haben es selbst in der Hand, diese Komplikationen zu vermeiden, indem Sie die Nachsorgeempfehlungen Ihrer Ärzte strikt befolgen und sich für eine begrenzte Zeit an Einschränkungen Ihrer normalen Verhaltensweisen und Hobbys halten.

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